Scheinbeere

Gaultheria procumbens

Die Scheinbeere hat kleine weiße, bis rosafarbene Blüten und immergrüne glänzende Laubblätter, die beim Zerreiben aromatisch duften. Die Früchte sind gewöhnlich rot, bei einigen andern Gaultheria-Arten auch weiß. Botanisch sind die Beeren eigentlich Kapseln, das heißt, die eigentlichen Samen sitzen an der Innenwand oder an Scheidewänden (eine typische Kapselfrucht hat z. B. der Mohn).
Die Scheinbeere kommt aus Nord- und Südamerika, aus Indien, Australien und Neuseeland.
Scheinbeeren gelten nach Auskunft der Giftnotrufzentralen als leicht giftig. Eine Vergiftung verläuft mit Magen- und Darmbeschwerden sowie möglicherweise Durchfall. Erbrechen ist auch möglich.
Der Name bezieht sich auf die Frucht, die nur “scheinbar” eine Beere ist, siehe auch Bestimmungsmerkmale. Weitere deutsche Bezeichnungen sund Wintergrün und Rebhuhnbeere. Den botanische Name Gaultheria bekam die Gattung zu Ehren des Arztes Gaulthier aus dem 18. Jahrhundert.
Man gewinnt aus der Pflanze Wintergrün-Öl, das zum Einreiben verwendet wird. Wintergrün-Öl findet auch Verwendung in Kaugummis und Zahncremes zur Aromatisierung. Ferner werden die Blätter in Nordamerika als Tee verwendet.