Wiesen-Margerite

Leucanthemum vulgare

Die Wiesen-Margerite, die man auch Gemeine Wucherblume nennt, wächst auf fast allen Böden, außer auf nassen und fetten Standorten. So findet man sie auf Weiden, Wiesen, Halbtrockenrasen, an Böschungen und Wegen. Und sogar an der Autobahn. Die Pflanze neigt dazu, sich auf gemähten Wiesen stark auszubreiten, zu wuchern; daher auch der Name Wucherblume.
Wiesen-Margerite wird bis zu 70 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober. Sie ist eine Staude, also eine mehrjährige Pflanze.
Man versuchte mit der Wiesen-Margerite früher die Zukunft voraus zu sagen. Als Orakelblume zupfte man ihr nämlich die Zungenblüten ab. Viele von euch kennen das ja noch. Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich, sie liebt mich nicht. Die letzte Zungenblüte gab dann die Antwort. Zumindest zu 50%.
Der botanische Name ist Leucanthemum vulgare, früher bezeichnete man sie mit Chrysanthemum leucanthemum.
Bei den alten Griechen wurden Kamillenarten mit leukántemon bezeichnet. Auf jeden Fall steht leuc oder leuco immer in Zusammensetzung mit der Farbe Weiß.
Der Artname vulgare bedeutet gewöhnlich.
Wiesen-Margerite ist weder Gift- noch Heilpflanze, allerdings kann sie bei empfindlichen Personen Allergien auslösen, wenn man sie abpflückt.
Man kann die Wiesen-Margerite durchaus mit einigen anderen Pflanzen verwechseln; ein paar will ich euch zeigen.
Da hätten wir Straußblütige Wucherblume. Mit dieser Pflanze das direkt verwandte Mutterkraut und auch mit der Acker-Hundskamille könnte man die Wiesen-Margerite verwechseln. Aber achtet immer auf die Blätter, die sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal.
Eine in den Alpen vorkommende Wucherblume ist die Alpen-Wucherblume.
Man findet sie gewöhnlich nur in größeren Höhen von 1600 bis 3800 m.