Weihnachsstern

Euphorbia pulcherrima

Die unscheinbaren gelblichen Blüten des Weihnachtssterns sind meist von roten, mitunter auch von weißen Hochblätter umgeben. Die Blütezeit ist ab Dezember. Die Laubblätter sind buchtig gelappt. Die Pflanze führt einen Milchsaft.
Der Weihnachtsstern stammt aus Mexiko. Dort und auch in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern wie Argentinien, Venezuela und Brasilien wächst er in seiner natürlichen Umgebung, in tropischen Laubwäldern, an Sträuchern.
Angeblich war der Weihnachtsstern schon bei den Azteken sehr beliebt. Alexander von Humboldt brachte ihn dann mit nach Europa und bei uns ist er heutzutage als Zimmerpflanze bekannt und beliebt.
Weihnachtsstern gilt strenggenommen als Giftpflanze, denn er gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Als wirklich giftig kann nach neuesten Erkenntnissen nur die Wildform des Weihnachssterns eingestuft werden; Zuchtformen auf der Fensterbank gelten möglicherweise als ungefährlich. Dies ist aber eine Aussage der Blumenindustrie. Auch sind sicher nicht alle Zuchtformen auf ihre mögliche Giftigkeit getestet worden; von daher wäre ich immer vorsichtig.  Als Giftstoff soll der Milchsaft nach älteren Angaben Diterpene enthalten haben, die aber neueren Untersuchungen nach nicht nachgewiesen wurden. Festgestellt wurden ß-Amyrin und Germanicol. Allerdings werden Weihnachtssterne gerne mit Pflanzenschutzmittel (Pyrethroide) behandelt. Dadurch kann es zu sekundärer Vergiftung kommen. Eine Vergiftung mit der Wildform kann vorwiegend bei jüngeren Kinder auftreten; die Symptome sind allerdings oft unterschiedlich. Im Falle einer Vergiftung kommt es zu  Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und Schläfrigkeit; auch Zittern und erhöhte Temperatur sind möglich.
Tiere reagieren auf das Gift empfindlicher als Menschen; eine Gefahr besteht für Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen sowie für Katzen und Hunde und auch für Vögel. Vergiftung zeigt sich in starken Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutigem Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen. Bei kleineren Tieren ist Tod durch eine Weihnachtsstern-Vergiftung nicht ausgeschlossen.
Ihrer Blütezeit wegen erhielt die Pflanze den Namen Weihnachtsstern. Teilweise wird sie auch Adventsstern genannt und Poisettie. Den Namen Euphorbia erhielt die Gattung nach Euphorbos, der Leibarzt des Königs Juba von Mauretanien war.
Der Artname pulcherrima stammt aus dem lateinischen und bedeutet sehr schön.