Taumel-Kälberkopf

Chaerophyllum temulum Doldenblütler

Bestimmungsmerkmale:
Der Taumel-Kälberkopf wächst als einjährige Pflanze bis zu 1 m hoch. Der Stängel ist rauhaarig, verdickt an den Knoten und dunkelrot befleckt. Die Blätter sind einfach bis doppelt gefiedert. Die kleinen weißen Blüten stehen in Dolden und erscheinen von Mai - Juni.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze in Mitteleuropa häufig an Wegrändern, an Hecken und Schuttplätzen zu finden. Im Gebirge kommt sie nicht vor.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Taumel-Kälberkopf enthält das flüchtiges Alkaloid Chaerophyllin, ist aber für den Menschen ungefährlich.

Tiergiftig:
Gefährdet sind Rinder und Kühe, aber vor allem Schweine. Die Symptome einer Vergiftung sind Pupillenerweiterung, Durchfall, Taumeln sowie Lähmungserscheinungen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Pflanze wird in der Heilkunde nicht genutzt.

Name:
Auf Grund der Tatsache, dass Rinder, die diese Pflanze fressen, ins Taumeln geraten, entsprang der deutsche Name. Darauf bezieht sich auch der botanische Gattungsname temulum. Chaerophyllum, der botanische Gattungsname kommt aus dem Griechischen. Cháirein bedeutet froh sein, phýllon das Blatt und bezieht sich damit auf die frische grüne Blattfarbe.