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Lungenkraut Pulmonaria officinalis

Früh im Jahr, die Blütezeit ist März bis April, können wir in Laubwälder und Gebüschen das Lungenkraut
finden. Die Pflanze trägt rötliche Blüten, die sich später blau verfärben und rauhhaarige gefleckte Blätter
haben. Ähnlich ist das Dunkle Lungenkraut (Pulmonaria obscura), das keine gefleckten Blätter hat. Man
braucht nicht viel Phantasie um von ihrem Namen auf ihre Heilwirkung zu schließen. So wurde sie in der
Volksmedizin bei Lungenleiden (Tuberkulose), bei Halsweh, Husten, Heiserkeit und Verschleimung
verwendet. Heutzutage kennt man aber durchaus wirkungsvollere Heilpflanzen (z. b. Schlüsselblume,
Thymian, Spitzwegerich) bei solchen Leiden und setzt das Lungenkraut demzufolge nicht mehr sehr häufig
ein. Auch ist vor einem Dauergebrauch zu warnen, die Anwendung ist nicht zu empfehlen. Weitere Namen für das Lungenkarut waren Güggelhose, Hirschkoze, Fleckenkraut, Königsstiefl und
Lungenwurz.Der botanische Gattungsname Pulmonaria leitet sich vom lateinischen Wort pulmo für Lunge
ab. Drer Artname officinalis weist die Pflanze als offizielle Heilpflanze aus und bedeutet direkt übersetzt: “in Apotheken verwendet”
Im Altertum wurde das Lungenkraut nicht als Heilmittel verwendet Erst die Signaturenlehre des Paracelsus,
die besagt, dass man an Merkmalen der Pflanzen auf ihre jeweilige Heilwirkung schließen kann, hat das
Lungenkraut vermutlich zur Heilpflanze “erhoben”. Die gefleckten Blätter und Blüten haben nämlich gewisse Ähnlichkeit mit dem Lungengewebe.
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