Weiß-Tanne

Abies alba

Fichten und Tannen werden gerne miteinander verwechselt. Es ist auch nicht so ganz einfach, sie auseinander zu halten. Aber ein deutliches Erkennungsmerkmal gibt es doch. Die Zapfen (Tannenzapfen) sitzen bei der Tanne aufrecht auf den Zweigen, bei der Fichte hängen sie herunter. In diesen Zapfen befinden sich die Samen.
In Mitteleuropa zählen wir ca. 30 verschiedene Tannenarten, am bekanntesten ist die Weiß-Tanne. Sie ist ein wichtiger Wald- und Forstbaum und gedeiht in Höhen von 400 m - 1000 m. Die Weiß-Tanne bevorzugt kühlen Waldboden, der kann aber durchaus kalkarm oder auch kalkreich sein, da ist die Weiß-Tanne nicht so wählerisch. Der Baum erreicht Höhen bis zu 70 m und kann 500 Jahre alt werden.
Leider ist der Baumbestand in den letzten 200 Jahren immer mehr zurückgegangen, was an der Luftverschmutzung lag und liegt. Die Weiß-Tanne war mit der erste Baum, der das Waldsterben spürte und gilt als der bekannteste Baum besagten Waldsterbens.
Die Weiß-Tanne kann man durchaus als Heilpflanze betrachten. In den Nadeln finden sich ätherische Öle und Terpentin. Einsetzbar ist sie bei Husten und Bronchitis, bei Zahnfleischbluten und Blasenentzündung. Gewöhnlich findet sie aber äußerlich Anwendung in Form von Sitzbädern gegen Hautentzündungen und Krampfadern.
Tannenhonig ist dunkel und besonders würzig. Blattläuse  spielen für den Honig die entscheidende Rolle. Tannen scheiden an ihren Nadeln einen Stoff aus, den man Siebröhrensaft nennt.  Den fressen die Läuse und scheiden eine zuckrige Lösung aus, den Honigtau, den dann wiederum die Bienen aufnehmen.