Gemeine Sonnenblume

Helianthus annuus

Die Sonnenblume kennen alle von euch. Es ist eine recht imposante Pflanze mit einer Wuchshöhe von gewöhnlich 2 m, manchmal wachsen die Pflanzen auch einen Meter höher. Wie oben so unten, ihre Wurzeltiefe beträgt ebenfalls ca. 2 m. Dadurch bricht sie den Boden auf und dient der Bodenverbesserung. Sie ist aber auch eine Pflanze, die viele Nährstoffe verbraucht. Ein zu nahes aussähen von Sonnenblumen an Kartoffeln und Tomaten ist daher nicht angeraten, denn das sind auch Starkzehrer.
Der botanische Name der Gemeinen Sonnenblume ist Helianthus annus. Helianthus, aus dem altgriechischen, setzt sich zusammen aus helios für Sonne und anthos für Blume.
Die Knospen und die Blätter wenden sich fast immer der Sonne zu. Die Blüte aber nicht.
Besagte Blüte ist eine sogenannte Scheinblüte, da die eigentlichen Blüten, es sind über 15.000, in dem braunen inneren Teller sitzen. Diese Blüten werden dann durch Insekten bestäubt und entwickeln ihre Samen, die Sonnenblumenkerne.
Und die sind natürlich sehr gesund, enthalten viele Vitamine, Fette und Mineralstoffe sowie Spurenelemente. Die kann man gut roh essen oder sie auch rösten und damit in Salaten verwenden oder in selbstgebackenen Brot.
Aus den Kernen wird natürlich Öl gewonnen, das Sonnenblumenöl. Weltweit werden über 40 Millionen Tonnen der Sonnenblumenkerne geerntet. Das Öl verwendet man unter anderem als Salatöl, aber auch in der Pharmazie für Geleekapseln, Salben und Cremes.
Für die Zubereitung von Salaten würde ich aber dem Sonnenblumenöl nicht den Vorzug geben, da gibt es bessere Öle, z. B, das Leinöl, vor allem aber das Hanföl. Dies liegt am Verhältnis der Omega 3 zu den Omega 6 Fettsäuren, hier ist das Hanföl der Gewinner, aber auch das Leinöl ist sehr gut.
Hanföl enthält außerdem die so wichtige und seltene Gamma-Linolsäure.
Unsere Gemeine Sonnenblume stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika und wurde 1552 nach Europa gebracht und hier erstmal nur als Zierpflanze angebaut.