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Gojibeeren, Bocksdornbeeren Lycium barbarum
Wir wär´s denn zu Weihnachten mal mit etwas Gesundem? Gojibeeren, vielleicht noch vermischt mit Rosinen und Nüssen wären da durchaus eine Alternative. Die Gojibeeren schmecken ähnlich wie Rosinen, sind aber etwas säuerlicher. Gojibeeren gelten in vielen Teilen der Erde als Aphrodisiakum. In der chinesischen Medizin verwendet man sie bei hohem Blutdruck und Blutzucker, bei Augenleiden, zur Stärkung des Immunsystem sowie als Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs. Das Himalajavolk der Hunzas verehrte die Beere so sehr, das man ihr zu Ehren sogar Feiertage abhielt. Die Hunzas haben übrigens eine sehr hohe Lebenserwartung; 100 Jahre sollen keine Seltenheit sein. Bei uns wächst die Pflanze auch, wir nennen sie Bocksdorn. Die Inhaltsstoffe sind unter anderem die Vitamine A, C, B1, B2, Mineralstoffe, Aminosäuren, Steroide und Polysaccaride. Der Gemeine Bocksdorn wächst als Strauch und wird bis zu 3 m hoch. Die lilafarbenen Blüten stehen in den Blattachseln, sie haben 5 Blütenblätter und erscheinen von Juni - September. Von August - Oktober entwickeln sich dann die länglich eiförmigen, roten Beeren. Der Strauch trägt längliche elliptische Laubblätter und Dornen. Die roten Beeren des giftigen Bittersüßen Nachtschattens kann man schnell mit den Bocksdornbeeren verwechseln. Die Beeren sind im Handel erhältlich, daher muss man sie nicht unbedingt sammeln gehen. Der Bocksdorn wird in verschiedenen Arten vorwiegend als Zierhecke angepflanzt. Er wächst teilweise aber auch verwildert an Mauern und Zäunen. Man findet ihn in ganz Europa. Früher galt Bocksdorn und somit auch die Beeren als giftig für Menschen. Dies lag daran, dass man Ende des 19. Jahrhunderts vermeintlich den Giftstoff Hyoscyamin gefunden hatte. In neuer Zeit stellte sich aber heraus, dass dies unrichtig war. Allerdings gilt der Bocksdorn noch immer als Giftpflanze für Tiere. Die Pflanze wurde früher auch Buchsdorn genannt, da sie Ähnlichkeiten mit dem Buchsbaum aufweist. Daraus hat sich dann der Name Bocksdorn entwickelt. Weitere Namen sind Teufelszwirn und Filzkraut. Der Gattungsname Lycium bedeutet aus Lykien stammend, der Artname barbarum heißt ausländisch, fremd.
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