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Viscum_album
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“Miraculix” ist zwar eine nette Erfindung von Goscinny und Uderzo, der Brauch Mistel mit goldenen Sicheln zu schneiden allerdings nicht. Die Druiden, die Priester der Kelten (deren Vorfahren die Gallier waren), bestiegen weißgekleidet die Bäume und schnitten die Mistel für rituelle Handlungen. Für sie gab es nichts heiligeres als die Mistel. Die Pflanze gehört zu den ältesten Zauberpflanzen. Sie kommt schon in der griechischen Mythologie vor, als Äneas mit der “goldenen Zauberrute” in die Unterwelt eindringen wollte; auch diente der Mistelzweig dem Gott Merkur zum öffnen der Tore des Hades, wenn er die Toten begleiten musste und die Pflanze wurde auch in der nordischen Mythologie als Mistelpfeil verwendet. Sicherlich wurde der Mistel deshalb soviel Zauberkraftzugeschrieben, da sie schließlich etwas anders aussieht und anders wächst als andere Pflanzen. Zum einen ist sie selbst im Winter grün und zum anderen ist sie ein Halbschmarotzer und wurzelt auf den Ästen von verschiedenen Baumarten. Grund genug für unsere Vorfahren, ihr magische Kräfte zuzuschreiben. Gerade im Winter, wenn die Blätter fallen, kann man die Misteln teilweise zu Hauff in den Bäumen siedeln sehen. Im Winter reifen auch die weißen Scheinbeeren heran, in ihrem Inneren steckt der Same, umgeben von einem weißen Schleim, aus dem man einen Vogelleim zum einfangen von Singvögeln bereitete. Die Verbreitung ihrer Samen verdankt die Mistel auch den Vögeln, vornehmlich der Misteldrossel, die die Beeren (Scheinbeeren) fressen und die Samen wieder ausscheiden. In den letzten Jahren werden im Dezember immer häufiger Mistelzweige in Blumengeschäften angeboten, dies kommt von dem englischen Brauch des Weihnachtsmistelzweiges. Man hängt ihn im Zimmer auf oder bindet ihn über die Eingangstür. Das Mädchen, das von einem Mann unter dem Zweig angetroffen wird, muss sich von ihm küssen lassen. Somit galt und gilt die Mistel als Glücksbringer und Symbol für Fruchtbarkeit, gegen die sie auch im Altertum Verwendung fand. So nutzten auch die Kräuterkundler des Mittelalters die Mistel als Heilkraut. Hildegard von Bingen schätzte Mistelsud gegen erfrorene Gliedmassen; man verwendete sie aber auch gegen Epilepsie, wohl daher, da man diese Krankheit bösen Geistern zuschrieb. Da die Mistel ja nicht zur Erde fallen konnte, da sie auf Bäumen wuchs, ging man davon aus, dass dies einem Epileptiker auch nicht geschehen könne, trug er denn einen Mistelzweig bei sich. Heutzutage werden Mistelextrakte zur Unterstützung des Blutdrucks eingesetzt und teilweise auch in der alternativen Krebstherapie. Ferner findet sie Anwendung bei geschwächtem Herzmuskel und in der Homöopathie. Als sehr leichte Giftpflanze könnte man sie auch ansehen, enthält sie doch den Wirkstoff Viscotoxin, der aber höchsten ein paar Schleimhautreizungen verursachen kann. Infos zur Giftwirkung >> hier. Ihren Namen verdankt die Pflanze wohl dem althochdeutschen mistil von Mist für tierische Exkremente, da die Samen, wie schon erwähnt, von den Vögeln ausgeschieden werden. Volkstümlich hatte sie noch viele andere Bezeichnungen, so nannte man sie Hexenbesen, Hexenkraut, Donarbesen, Geißechrut und auch Vogelchrut. Der botanische Artname Viscum bedeutet soviel wie Vogelleim, da die Römer aus den klebrigen Beeren Leim herstellten. Der Artname album weist auf die Farbe der Beeren hin