Beifuß wächst bis zu einer Höhe von 1,50 m und hat einen verästelten, bräunlich bis rötlichen Stängel, der
unten verholzt ist. Die gelappten Blätter sind an ihrer Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite weißfilzig
behaart. Die gelben Blüten erscheinen meist von Juli – August und haben eine ähren- traubenartig Anordnung.
Beifuß wächst auf Schutthalden, an Wegrändern, Ufern und Böschungen; die Pflanze ist weit verbreitet.
Beifuß enthält ätherisches Öl und Bitterstoffe und zeigt die gleichen Heilwirkungen wie der Wermut. Man
verwendet die oberen Triebspitzen zur Sekretionsanregung von Magen und Darm; ferner verbessert Beifuß den
Gallefluß und die Galleproduktion der Leber. Beifuß wirkt milder als der Wermut, wird aber oftmals lieber
genutzt, da Wermut außerordentlich bitter schmeckt. In der Schwangerschaft sollte Beifuß nicht verwendet werden.
Die Pflanze findet aber nicht nur Anwendung als Heilkraut, sondern auch als hervorragendes Gewürz. Beifuß
findet daher Anwendung in fetten Speisen, besonders zum Gänse- oder Entenbraten. Hier kombiniert sich
seine Wirkung als Gewürz und als Heilkraut, da durch die Anregung der Verdauungssäfte fetthaltige Speisen
besser verdaut werden können. Menschen, die salzarm leben müssen, haben durch das Beifußgewürz einen schmackhaften Ersatz.