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Bärlauch Allium ursinum

Sind Sie schon mal im Frühjahr im Wald spazieren gegangen und haben sich über einen knoblauchartigen Geruch gewundert ?
Der Geruch kommt vom weiß blühenden Bärlauch, den man in feuchten Laubwäldern antreffen kann, und der
oft große Kolonien bildet. Er trägt aus diesem Grund auch den Namen Waldknoblauch. Bärlauch blüht in den
Monaten Mai – Juni und ist nur frisch zu verwenden, da die Inhaltsstoffe beim Trocknen verloren gehen.
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Aber Vorsicht ist geboten, denn die Bärlauchblätter können schnell mit den Blättern des Maiglöckchens und mit den Blättern der Herbstzeitlosen verwechselt werden, und dies kann tödlich
sein. Bärlauchblätter zeichnen sich zwar durch ihren typischen Knoblauchgeruch aus, wenn aber
schon einige Bärlauchblätter gepflückt wurden, ist es schwierig, den Geruch auch an Maiglöckchen- oder Herbstzeitlosenblättern zu prüfen. Bitte beachten Sie unter dem Text die Bilder.
Bärlauch enthält, ähnlich dem Knoblauch, Lauchöl, Flavonoide, Biokatalysatoren, Fructosane und viel Vitamin
C. Das frisch Kraut ist ein hervorragendes Gewürz für Salate, Suppen, Gemüse und Tomatensoße. Man kann
ihn roh aufs Brot essen oder auf Weichkäse legen und unter Kräuterquark mischen. Bärlauch ist aber auch
eine wertvolle Heilpflanze und hat die gleichen Eigenschaften wie der Knoblauch. Er wirkt blutreinigend, krampflösend und blutdrucksenkend.
Die Pflanze hilft bei Magen- und Darmstörungen bei Darminfektionen, Hautausschlägen, Bronchialkatarrhen
sowie bei Darminfektionen, außerdem bei Bluthochdruck und Arterienverkalkung. Bärlauch ist ein wirksames Kraut bei Frühjahrskuren.
Bärlauch ist übrigens giftig für Pferde, Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen. Näheres dazu finden Sie >>> hier <<<.
Der lateinische Name ist Allium ursinum. Allium ist der lateinische Name des Lauch, auch Knoblauch und Zwiebel tragen den gleichen Gattungsnamen.
Der Artname ursinum bedeutet "vom Bären verzehrt", möglicherweise fanden Bären früher Geschmack an der Pflanze.
Auch im Mittelalter wurde der "Waldknoblauch" in der Arzneikunde verwendet.
Der Arzt und Pflanzenforscher Hieronymus Bock (1498-1554) spekuliert in seinem Kräuterbuch, dass die Pflanze wohl Gift vertreiben könne.
Der Apother Tabernaemontanus (1520-1590), der den Bärlauch damals Beerwurtz nannte, schrieb in seinem Kräuterbuch:
„Beerwurtz die Wurtzel in Wasser oder Wein gesotten/ unnd die durchgesiegene Brühe darvon Morgens unnd
Abendts warm getruncken/ zertheilet die wind im Magen/ vertreibt das auffröpsen unnd den Wehethumb
desselben/ dienet wider die Verstopffung der Blasen/ der Nieren und Harngeng/ unnd wider alle Gebrechen
darvon der Harn schwerlich und peinlich verhalten wirdt. Dieser Tranck stillet auch das Bauchkrimmen/ und
heylet alle Gebrechen der Mutter. Die Wurtzel zu Pulver gestossen/ und ein quintlein darvon mit Wein getruncken/ hat gleiche Krafft und Wirckung.“
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