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Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Blätter und Beeren enthalten Urolsäure und Polyphenole. Insbesondere die leuchtend roten Beeren stellen für Kinder eine Gefahr dar.
Die Giftstoffe bewirken Erbrechen, Magen - und Darmbeschwerden und Durchfälle. Die ersten Symptome können bereits nach der Aufnahme von 2 Beeren
erfolgen. Die Menge von 20 - 30 Beeren kann unter Umständen lebensbedrohlich sein.
Tiergiftig:
Stechpalme ist giftig für Pferde, Hunde, Katzen, ferner für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Bei Pferden ist im Falle einer Vergiftung
nur Schläfrigkeit der Tiere sowie Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall zu erwarten. Für Hunde und andere kleinere Tiere kann eine Vergiftung tödlich verlaufen; so liegt die tödliche
Dosis für einen Hund bereits bei 20 Beeren. Vergiftung zeigt sich durch Schläfrigkeit, Erbrechen, Magen-Darmneschwerden, Durchfall, möglicherweise Schädigung des Kreislaufes und des
Herzens.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Homöopathie findet die Stechpalme noch Anwendung bei Rheuma und Gicht sowie als harntreibendes Mittel.
Name:
Die Pflanze wird auch Stechhülse, Stecheiche und Palmendorn genannt. All diese Namen, wie auch der Artname aquifolium, weisen auf die stacheligen Blätter hin. Die
Bezeichnung Palme geht möglicherweise auf die Verwendung der Pflanze zu Gebinden am Palmsonntag zurück. Der Gattungsname Ilex ist möglicherweise von der Steineiche (Quercus ilex)
abgeleitet oder er entstand über das keltische Wort ic oder ac für Spitze.
Geschichtliches:
Nordamerikanische Indianer im Apalachengebiet verwendeten Ilex vomitoria als Rauschmittel um sich für den Kriegspfad Mut zu holen.
Hieronymus Bock berichtet, daß die Stechpalme oder Walddistel, wie er sie nennt, bei Seitenstechen verwendet wird. Weiter schreibt er, daß etliche Vogelleim aus der Rinde herstellen.
Die Pflanze galt im Mittelalter als Zauber abwehrend. Dazu Adam Lonitzer: "Der gemeine Mann glaubt / daß die geweihete Zweige dieses Baumes über die Thür gelegt / daß Hauß vor
dem Donner bewahren soll." Tabernaemontanus empfiehlt die den "Stechbaum" bei Husten und Seitenstechen sowie bei Beulen und Brüchen. Die Volksheilkunde nutzte die
Pflanze als abführendes und fiebersenkendes Mittel, was oft Vergiftungen nach sich zog.
Die Stechpalme ist geschützt!
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