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Standort und Verbreitung:
Sie wachsen als Zierpflanzen und werden auch als Wildfutter angepflanzt. Lupinen dienen der Bodenverbesserung, da sie mit Hilfe von Knöllchenbakterien
Stickstoff im Boden aufbauen; sie werden aus diesem Grunde auch untergepflügt. Gelegentlich sieht man die Pflanzen verwildert wachsen.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Der höchste Giftgehalt, es handelt sich unter anderem um ein Alkaloidgemisch aus Lupanin Lupinin, Spartein und Anagyrin, befindet sich in den Samen. Den höchsten
Gehalt findet man bei der weißen und gelben Lupine. Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Schluckbeschwerden, beschleunigter Puls und Kreislaufstörungen. Bei schwerer Vergiftung
leidet der Patient unter Krämpfen, es erfolgt aufsteigende Lähmung bis hin zur Lähmung des Atemzentrums.
Tiergiftig:
Die meisten Lupinenvergiftungen treten bei Tieren auf. Gefährdet sind vor allem Pferde und Schafe, aber auch Rinder und Kühe sowie Ziegen und Schweine, Katzen und
Hunde, Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie Vögel. Symptome sind Speichelfluss, Magen- und Darmbeschwerden, Unruhe, Zittern und Atemnot. Skelettmissbildungen
können bei Kühen und Kälbern (in den USA bekannt unter “Crocket Calf Disease”) vorkommen, die mit Lupinen gefüttert wurden. Bei Pferden sind die Symptome Zittern und Unruhe, die Tiere
sondern sich von der Herde ab und haben Schaum vor dem Maul. Schleimhäute färben sich bläulich und die Atmung ist erschwert. Es kommt weiterhin zu einer erhöhten Ausscheidung des Harns,
zu Schüttelkrämpfen, zu Blutamrmut und Gelbsucht. Der Tod tritt ein durch Koma und Atemlähmung ein und kann erst nach Wochen erfolgen, in akuten Fällen aber schon nach wenigen Stunden.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Lupinen werden in der Heilkunde nicht verwendet.
Name:
Die Bezeichnung Lupine stammt von lateinischen lupus für Wolf und bezieht sich möglicherweise auf die wolfsgrau behaarten Hülsen oder auf den bitteren Geschmack
der Samen. So ist eine weiter deutsche Bezeichnung auch Wolfsbohne.
Geschichtliches:
Lupinen werden schon seit 400 v. Chr. als Grünfutter angebaut und auch von Plinius gibt es eine Beschreibung über die Gattung.
Die in Nordamerika heimische Vielblättrige Lupine kam 1826 nach Europa.
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