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Standort und Verbreitung:
Der Klatsch-Mohn wächst auf Äckern, Wegen und auf Schuttplätzen. Er bevorzugt nährstoffreiche Lehmböden. Die Pflanze ist stark im Rückgang begriffen, dies
liegt einerseits an der chemischen Unkrautbekämpfung, andererseits an besserer Saatgutreinigung. Lassen sie also die schönen Mohnblüten da wachsen, wo sie hingehören. Durch Abpflücken
dezimieren sie den Klatsch-Mohn nur noch mehr.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Der Milchsaft und die Samen enthalten das Alkaloid Rhoeadin. Der Klatsch-Mohn kann im Prinzip nur Kindern gefährlich werden. Vergiftung zeigt sich durch
Erbrechen, Krämpfe, Durchfälle und Schläfrigkeit.
Tiergiftig:
Klatsch-Mohn ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe sowie für Schweine. Die Vergiftungssymptome sind nervöse Erregungszustände, Magen- und Darmbeschwerden; die Tiere werden unruhig und schreckhaft; es kann zu Raserei kommen sowie zu epileptischen Krämpfen und Bewußtlosigkeit.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Droge zeigt beruhigende und hustenstillende Wirkung. Sie wurde Kindern als Beruhigungsmittel gegeben und war Bestandteil von Brust- und Hustentees.
Die Pflanze findet heutzutage so gut wie keine medizinische Anwendung mehr.
Name:
Den Namen Klatsch-Mohn erhielt die Pflanze, da ihre Blüten im Wind aneinander klatschen. Das Wort Mohn kommt vom althochdeutschen mage, das wiederum seinen
Ursprung im griechischen Wort mekon für Mohn hat. Ein weiterer Name der Pflanze ist Feuermohn; in der Mundart wurde er auch als Klatschrose, Blutblume, Wilder Mohn, Grindmagen und
Paterblume bezeichnet. Der Gattungsname Papaver stammt vom lateinischen Wort papa für Kinderbrei und vernum für echt. Mohnsaft wurde damals dem Kinderbrei zugesetzt, damit die Kleinen
besser einschliefen. Der Artname rhoeas stammt von Dioscurides, der eine griechische Mohnart mit "mekon rhoeas" bezeichnete, er leitet rhoeas von rhoia für fliessen ab und
bezog sich damit auf den Milchsaft, der bei Verletzung der Pflanze austritt.
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