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Standort und Verbreitung: Der Goldlack wächst wild an Felsen und Mauern, vorwiegen in Südeuropa. Häufig findet man ihn in zahlreichen Variationen als Gartenpflanze.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Goldlack enthält ein ähnliches Gift wie der Rote Fingerhut, es handelt sich dabei um Herzglycoside, die in der ganzen Pflanze, vorwiegend aber in den Samen zu finden sind. Eine Goldlack-Vergiftung gleicht somit auch einer Vergiftung mit dem Fingerhut. Der Patient leidet unter Erbrechen, sowie unter Herzrhythmusstörungen.
Tiergiftig: Der Goldlack ist auf jeden Fall für Katzen, schon bei Aufnahme weniger Gramm tödlich giftig.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: In der Volksheilkunde nutzte man die Pflanze als abführendes und herzstärkendes Mittel. Die Droge wurde auch bei Lebererkrankungen verwendet
Name: Der Name Goldlack bezieht sich wohl auf die Blütenfarbe der Pflanze. Der Gattungsname Erysimum kommt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie retten, aufgrund seiner Heilwirkung. Der alte Gattungsname Cheiranthus, wie auch den Artname cheiri, gab man dem Goldlack, da er seines Geruchs wegen gerne in die Hand genommen wird (cheir - hand, anthos - Blume). Möglicherweise stand auch das arabische Wort kairi bei der Namensgebung Pate, was so viel wie wohlriechende Pflanze bedeutet.
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