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Standort und Verbreitung:
Efeu wächst in Parkanlagen, an Felsen und Mauern, man findet ihn wild in Buchen- und Eichenwäldern. Er ist fast in ganz Europa zu Hause.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält vor allem im Fruchtfleisch ihrer Beeren giftige Saponine (Hederin) und stellt dadurch für Kinder eine große Gefahr dar. Erste Vergiftungen
können sich bereits nach der Aufnahme von 2-3 Beeren zeigen. Eine Vergiftung zeigt sich durch Übelkeit und Erbrechen, schnellem, hüpfendem Puls, Reizungen von Magen und Darm sowie durch
Kopfschmerzen. Bei Aufnahme größerer Mengen an Beeren erfolgen Brechdurchfälle und Krämpfe, Atemstillstand und Schock, ein tödlicher Ausgang ist nicht auszuschließen. Äußerlich kann
der Efeu Hautentzündungen und allergische Reaktionen auslösen. Somit sollte man beim Umgang mit Efeu immer Handschuhe tragen
Tiergiftig:
Efeu ist giftig für Pferde, Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, aber auch für Vögel. Die Symptome sind Erbrechen,
Durchfall, Erregung und Krämpfe. Obwohl giftig für Pferde, scheint Efeu für Esel ungiftig zu sein. Dies bestätigen zumindest erfahrene Eselshalter.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die jungen Blätter werden in der Homöopathie bei Bronchialasthma, Erkrankungen von Nasenschleimhäuten sowie bei Gallenleiden verwendet.
In der Kinderheilkunde nutzt man die Pflanze bei Keuchhusten.
Name:
Die Herkunft des Namens Efeu ist nicht eindeutig geklärt; eine Deutung verweist auf das lateinische Wort ibex für Steinbock, also Kletterer, die sich auch im althochdeutschen Wort ebah widerspiegeln soll.
Klar dagegen ist die Herkunft des Gattungsnamens Hedera. Er leitet sich vom griechischen Wort hedra für sitzen ab und bezieht sich damit auf die Haftwurzeln, mit denen die Pflanze
Halt (Sitz) findet. Der lateinische Artname helix heißt windend.
Geschichtliches:
Efeu war im Altertum und in der Antike eine heilige Pflanze. Die alten Ägypter weihten mit Efeu ihren Osiris, die alten Griechen taten dies bei Bacchus, Demeter
und Pan, um nur einige zu nennen. Auch spielte die Pflanze in der griechischen Mythologie eine Rolle. Die Römischen Priester durften den Efeu nicht berühren, da die Angst bestand, sie
würden von der Pflanze gefangengehalten und auch die Druiden der Kelten verehrten den Efeu als heilige Pflanze. In der Antike und auch im Mittelalter war der Efeu aber auch eine
wichtige Heilpflanze. Er wurde bei Krankheiten der Milz, bei Ruhr und
Erkrankungen der Atemwege verwendet. Auch bei Rheuma und Gicht sowie bei Gelbsucht und Schwerhörigkeit und sogar gegen die Pest wurde die Pflanze eingesetzt. Hieronymus Bock empfiehlt
Efeu vorsorglich bei Trunkenheit: "Fünff oder sechß körner ... / bewahren den menschen das er nit leicht truncken werde.
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