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Busch-Windröschen Buschwindröschen Anemone nemorosa Hahnenfußgewächse
Bestimmungsmerkmale:
Das Busch-Windröschen trägt eine weiße, mitunter auch rot überlaufene, strahlenförmige Blüte mit 6 - 8 Blütenblätter. Die Blütezeit ist von März - April. Am
oberen Teil des Stengel sitzen jeweils 3 handförmig geteilte Hochblätter. Ferner trägt die Pflanze meist noch ein, dem Hochblatt ähnliches, Grundblatt.
Das Busch-Windröschen wird 15 - 25 cm hoch.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze wächst in Laub- und Laubmischwäldern, bis zu einer Höhe von 1900 m. Sie ist in ganz Europa verbreitet.
Seiner frühen Blütezeit wegen werden die Busch-Windröschen und auch andere Waldblumen immer wieder
abgepflückt, um sie zu Hause in die Vase zu stellen, vielfach werden sie auch einfach achtlos weggeworfen.
Leider ist diese Unsitte in jedem Frühjahr zu beobachten. So schön ein solcher Strauß auch sein mag, um so
wertvoller und wichtiger ist es doch, das Busch-Windröschen und die anderen Arten da wachsen zu lassen, wo die Natur sie hingesetzt hat, und sie ihre ökologische Aufgabe erfüllen können.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Giftwirkung von anderen Windröschenarten, wie dem Gelben Windröschen, dem Großen Windröschen oder z
. B. dem Berghähnlein (Narzissenblütiges Windröschen) sind annähernd gleich Das Busch-Windröschen enthält das giftige Protoanemonin und Anemonin.
Protoanemonin ist ein Gift, das vorwiegend Haut und Schleimhäute reizt und somit äußerlich Rötungen und Blasenbildung der Haut verursachen kann.
Bei innerer Aufnahme kann es zu Störungen des Nervensystems, zu Reizungen und Entzündungen der Niere und der Verdauungsorgane sowie zu Erbrechen, Durchfällen und Krämpfen kommen.
Für Landschildkröten sind alle Hahnenfußarten giftig. Das Gift reichert sich zuerst in der Leber an, bis es zu Symptomen kommt.
Tiergiftig:
Busch-Windröschen gelten als giftig für Pferde, Hunde und Katzen sowie für Nager, wie Hasen und Kaninchen,
Meerschweinchen und Hamster. Die Giftstoffe wirken schleimhautreizend, führen zu Erbrechen und können auch Atmung und Herz beeinträchtigen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Früher wurde die Pflanze in der Homöopathie bei Gelenkrheumatismus und Magenentzündungen angewendet.
Name:
Der Gattungsname Anemone leitet sich von dem griechischen Wort anemos für Wind ab. Diese Bezeichnung
stammt von Theophrast und bezieht sich auf die leicht vom Wind verwehten Blütenblättchen. Auch der deutsche Name nimmt darauf Bezug.
Der Artname nemorosa kommt aus dem Lateinischen und besagt, dass die Pflanze im Wald wächst.
Weitere deutsche Bezeichnungen waren Wasserhähnchen, Waldhähnchen, Schneeblume, Kuckucksblume und Giftblume.Geschichtliches:
Es wird berichtet, daß die Bewohner Kamtschatkas Anemonensaft der dort heimischen Arten als Gift für ihre Jagdpfeile benutzten.
Hieronymus Bock empfiehlt die "Weiß Aprillenblumen" zur Behandlung von Warzen. In der Volksheilkunde verwendete man das frische Kraut auch bei Rheuma, was allerdings oft zu
Hautschädigungen führte. Mancherorts galt sie auch als Pflanze um böse Geister abzuwehren.
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