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Gemeiner Bocksdorn Lycium barbarum Nachtschattengewächse
Bestimmungsmerkmale:
Der Gemeine Bocksdorn wächst als Strauch und wird bis zu 3 m hoch. Die lilafarbenen Blüten stehen in den Blattachseln, sie haben 5 Blütenblätter und
erscheinen von Juni - September. Von August - Oktober entwickeln sich dann die länglich eiförmigen, roten Beeren. Der Strauch trägt längliche elliptische Laubblätter und Dornen.
Standort und Verbreitung:
Der Bocksdorn wird in verschiedenen Arten vorwiegend als Zierhecke angepflanzt. Er wächst teilweise aber auch
verwildert an Mauern und Zäunen. Man findet ihn in ganz Europa und in Asien.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Bocksdorn gilt nach neueren Untersuchungen für Menschen als praktisch ungiftig. Untersuchungen, die Pflanze
enthalte Hyoscyamin gehen auf eine Untersuchung Ende des 19. Jahrhunderts zurück und sind heute nicht mehr haltbar.
Die Inhaltsstoffe sind unter anderem die Vitamine A, C, B1, B2, Mineralstoffe, Aminosäuren, Steroide und Polysaccaride.
Tiergiftig:
Dennoch ist eine Giftwirkung des Bocksdorn für Tiere nicht ausgeschlossen. Die Pflanze soll für Pferde giftig, ja
sogar ab einer Dosis von 200g tödlich giftig sein. Als Vergiftungssymptome werden Schleimhautreizungen im Maul und Magen- Darmbereich, Koliken, Krämpfe und Durchfälle angegeben.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Bocksdornbeeren gelten in vielen Teilen der Erde als Aphrodisiakum.
In der chinesischen Medizin, wo die Früchte als Goji-Beeren bezeichnet werden, verwendet man eben diese bei
hohem Blutdruck und Blutzucker, bei Augenleiden, zur Stärkung des Immunsystem und als Mittel zur
Vorbeugung und Behandlung von Krebs. Das Himalajavolk der Hunzas verehrte die Beere so sehr, das man ihr zu
Ehren sogar Feiertage abhält. Die Hunzas haben übrigens eine sehr hohe Lebenserwartung; 100 Jahre sollen keine Seltenheit sein
Name:
Die Pflanze wurde früher auch Buchsdorn genannt, da sie Ähnlichkeiten mit dem Buchsbaum aufweist. Daraus
hat sich dann der Name Bocksdorn entwickelt. Weitere Namen sind Teufelszwirn und Filzkraut.
Der Gattungsname Lycium bedeutet aus Lykien stammend, der Artname barbarum heißt ausländisch, fremd.
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