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Sie finden alle Texte & Bilder zum Thema Giftpflanzen auch auf der Botanikus-CD

 

 

 

Zweiblättriger Blaustern
Scilla bifolia
Spargelgewächse


Bestimmungsmerkmale:

Der Zweiblättrige Blaustern treibt aus seiner Zwiebel zwei 10 cm lange, lanzettliche Laubblätter und einen Stengel mit 2 - 8 blauen Blüten. Sie sind sternförmig und haben 6 Blütenblätter.
Die Pflanze wird 10 - 20 cm hoch und blüht zeitig im Frühjahr, von März - April.
Ähnlich ist auch der Herbst-Blaustern (Scilla autumnalis), seine Blütezeit ist August - Oktober.

Blaustern, Scilla bifolia

Standort und Verbreitung:

Der Zweiblättrige Blaustern wächst in Laubmischwäldern und Auwäldern, man findet ihn auch in Gebüschen und auf feuchten Wiesen. Die Pflanze bevorzugt kalkreiche, feuchte Humusböden.
Der Herbst-Blaustern ist auf Trockenrasen in Südeuropa zu finden.
Beide Arten sind selten. Blaustern-Arten werden häufig als Zierpflanzen in Gärten gezogen und sind von dort aus auch verwildert.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält Herzglycoside, die zu der Gruppe der Bufadienoliden gehören.
Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Brennen im Mund und starker Hustenreiz. Der Vergiftete leidet unter schmerzhaften Blähungen, die herzwirksamen Giftstoffe bewirken Störungen des Herzrythmus.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Blaustern wird medizinisch nicht genutzt.

Name:

Der Pflanze wird auch Sternhyazinthe genannt, beide Namen beziehen sich auf die Blüten der Pflanze. Weitere Bezeichnungen sind Zweiblättrige Meerzwiebel und Bifolie.
Der Gattungsname Scilla kommt von trennen oder spalten, da sich die Zwiebel des Blausterns leicht in einzelne Blätter trennen läßt.
Der Artname bifolia bedeutet zweiblättrig.

Geschichtliches:

Bei Dioscurides finden wir ähnliche Arten beschrieben. Sie sollen bei Gelbsucht, Verstopfung und gegen den Biß giftiger Spinnen helfen.

Der Zweiblättrige Blaustern ist geschützt!

 

 

 

 

 

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