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Standort und Verbreitung: Der Zweiblättrige Blaustern wächst in Laubmischwäldern und Auwäldern, man findet ihn auch in Gebüschen und auf feuchten Wiesen. Die Pflanze bevorzugt kalkreiche, feuchte Humusböden. Der Herbst-Blaustern ist auf Trockenrasen in Südeuropa zu finden. Beide Arten sind selten. Blaustern-Arten werden häufig als Zierpflanzen in Gärten gezogen und sind von dort aus auch verwildert.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Die Pflanze enthält Herzglycoside, die zu der Gruppe der Bufadienoliden gehören. Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Brennen im Mund und starker Hustenreiz. Der Vergiftete leidet unter schmerzhaften Blähungen, die herzwirksamen Giftstoffe bewirken Störungen des Herzrhythmus.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: Blaustern wird medizinisch nicht genutzt.
Name: Der Pflanze wird auch Sternhyazinthe genannt, beide Namen beziehen sich auf die Blüten der Pflanze. Weitere Bezeichnungen sind Zweiblättrige Meerzwiebel und Bifolie. Der Gattungsname Scilla kommt von trennen oder spalten, da sich die Zwiebel des Blausterns leicht in einzelne Blätter trennen läßt. Der Artname bifolia bedeutet zweiblättrig.
Geschichtliches: Bei Dioscurides finden wir ähnliche Arten beschrieben. Sie sollen bei Gelbsucht, Verstopfung und gegen den Biß giftiger Spinnen helfen.
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