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Standort und Verbreitung:
Wildwachsend findet man den Strauch, wenn auch selten, in Wäldern und Gebüschen. Sein Verbreitungsgebiet ist Süd-, Mittel- und Westeuropa.
Verschiedenen Arten gedeihen als Zierhecken in unseren Gärten.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die gesamte Pflanze, mit Ausnahme der Beeren enthalten das Alkaloid Berberin. Bei Aufnahme geringer Mengen kommt es zu Magenbeschwerden, stärkere Vergiftung
zeigt sich in Erbrechen, Durchfällen, Benommenheit und Nierenentzündung.
Tiergiftig:
Unter den Tieren wären Pferde, Hunde, Katzen, Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster gefährdet; die Beeren sind auch für Tiere nicht giftig.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Homöopathie findet der Sauerdorn Anwendung bei Leber- und Nierenerkrankungen sowie bei Rheuma.
Name:
Seines säuerlichen Beerengeschmacks sowie seiner Dornen wegen nannte man den Strauch Sauerdorn. Weitere Namen waren Spießdorn, Sauerachdorn, Dreidorn und
Erbseldorn. Die Bezeichnung Berberitze und der Gattungsname Berberis stammen von dem arabischen Wort berberi für Muscheln, bezug nehmend auf die Form der Blütenblätter.
Der Artname vulgaris bedeutet, daß die Pflanze häufig vorkommt.
Geschichtliches:
Der Sauerdorn war schon im Mittelalter bekannt und wurde in den Kräuterbüchern beschrieben. Man nutze ihn auch damals bei Lebererkrankungen, gegen Gelbsucht und
Rheuma. Die Pflanze fand aber auch als Färbemittel für Wolle und Leder Anwendung.
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