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Fototipps - Tiefenschärfe

 

 

 

 

 

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Unter Tiefenschärfe (manche sagen auch Schärfentiefe) versteht man den Bereich, der vor und hinter einem fokussierten Objekt zusätzlich scharf erscheint. Es ist also die Schärfe, die in die Tiefe geht.
Beispiel: Sie stellen ein in 5 m entferntes Objekt scharf. Mit einem Normalobjektiv (50 mm) und einer Blende von 8, ergibt sich ein Schärfefeld von ca. 3,5 m bis 11 m. Alles in diesem Bereich wird vom Auge als scharf wahrgenommen. Würden Sie ein 90 mm Objektiv verwenden, reduziert sich die Tiefenschärfe bei gleicher Blende von ca. 4,4 m bis 6 m.
Die Tiefenschärfe hängt also von der eingestellten Blende und dem Abbildungsmaßstab ab.
So gut wie keine Tiefenschärfe oder sehr wenig haben Sie bei der Offenblende des Objektivs, also bei der größten Blende (größten Blende deshalb, weil die Blendenlamellen im Objektiv am weitesten öffnen). Die höchste Tiefenschärfe haben Sie bei der kleinsten Blende (gewöhnlich 16 oder 22).

Tiefenschärfe ist ein wichtiges Ausdruckselement in der Fotografie. Auch fehlende Tiefenschärfe kann bei der Bildgestaltung sehr wichtig sein, so bei Portraitfotografie.
Da die Tiefenschärfe von der Blende abhängt, hat sie natürlich Einfluß auf die Belichtungszeit. Wählt man nämlich eine kleinere Blende (8, 11,16 oder 22) um eine höhere Tiefenschärfe zu erzeugen, so reduziert sich die Belichtungszeit (jeweils um eine Blendenstufe). Generell kann man sagen, je kleiner die Blende, je länger die Belichtungszeit und umgekehrt. (Hier wäre noch anzumerken, dass man im Nah-/Makrobereich die Schärfentiefe nicht unbegrenzt per Abblenden steigern kann, weil früher oder später der Effekt der Beugungsunschärfe zum Tragen kommt. Wenn ich ein 55er Makro an den voll ausgezogenen Balgen setze, erziele ich beispielsweise bei Blende 11 das insgesamt schärfere Foto als bei Blende 32)
Es gilt daher meistens einen vernünftigen Wert zwischen Belichtungszeit (z. B.was man noch halten kann oder das bewegte Objekt zulässt) und Tiefenschärfe zu wählen.

 

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