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Rotfrüchtige  Zaunrübe
Bryonia dioica
Kürbisgewächse

Bestimmungsmerkmale:
2 Zaunrüben-Arten wachsen bei uns, die Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia cretica subsp. dioica) und die Weiße Zaunrübe (Bryonia alba). Die Pflanzen sind sich sehr ähnlich; allerdings hat die Rotfrüchtige Zaunrübe, wie schon der Name sagt, rote Früchte, die Weiße Zaunrübe trägt schwarze.
Die Pflanze ist zweihäusig, was bedeutet, dass es auf einer Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten gibt. Die Blüten erscheinen Anfang des Sommers, sind etwa 1 cm im Durchmesser groß und haben 5 Zipfel. Die männlichen Blüten sind grünlich-weiß, die weiblichen weißlich-grün. Die Blüten sind mit beinahe parallel laufenden grünen Äderchen durchzogen. Die Beeren sind zuerst grün und färben sich dann rot.  Die Laubblätter sind handförmig und fünflappig und an haben kurze Borstenhaare; sie erinnern etwas an junge Efeublätter. Die Zaunrübe ist eine Kletterpflanze, dazu nutzt sie Ranken, die sich spiralförmig drehen.
Spezialisiert auf die Blüten der Zaunrübe ist die ist die Zaunrüben-Sandbiene, eine Wildbienen-Art. Nur die Zaunrüben-Blüten werden von ihr angeflogen, und sie ist daher auf diese angewiesen. Es ist daher notwendig die Zaunrübe im Garten wachsen zu lassen und sie nicht als “lästiges” Unkraut zu entfernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zaunruebe
Weisse_Zaunruebe

 

 

Rotfrüchtige Zaunrübe

Weiße Zaunrübe
Foto: M. Bürki
Botanischer Garten Bern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Standort und Verbreitung:
Zaunrüben wachsen an Gebüschen, an Zäunen und Mauern und auch auf Weinbergen, allerdings sucht man sie in den Alpen vergebens. Die Zaunrübe benötigt stickstoffhaltigen Lehmboden und liebt warme Lagen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Zaunrüben enthalten Cucurbitane. Die Zaunrübe wirkt äußerlich hautreizend und kann Blasen ziehen, also nicht anfassen. Bei innerer Aufnahme der Beeren, kommt es zu starken Durchfällen, Koliken, und zu Erbrechen. Die Menge von 15 Beeren gilt als tödliche Dosis für Kinder. Allerdings schmecken die Beeren ziemlich scharf, wodurch eine so starke Vergiftung eigentlich nicht zu erwarten sein sollte.

Tiergiftig:
Zaunrüben sind giftig für Hunde, Schweine, Pferde und Rinder. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen, Durchfall, Dehydration (starke Abnahme an Körperflüssigkeit), erhöhter Puls und Herzrasen. Die Tiere zittern und haben Krämpfe, weiterhin kann es zu Störungen der Nierenfunktion kommen; auch kann ein Kollaps eintreten.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Zaunrübe ist eine alte Heilpflanze. Man nutzte den Saft der Wurzeln als starkes Abführmittel, wo dann gewöhnlich schon die Grenze zur Vergiftung überschritten wurde. Sie wurde aber auch bei Gicht angewandt und daher gab man ihr auch den Namen Gichtrübe. Ferner nutzte man sie früher als Wehenmittel, bei Wechselfieber, Typhus, Lungenentzündung und Zahnschmerzen. Zaunrübenpräparate finden auch Anwendung in der Homöopathie.

Name:
Zaunrübe heißt die Pflanze, da ihre Wurzel rübenähnlich aussieht und sie bevorzugt an Zäunen wächst.
Alte Bezeichnungen für die Zaunrübe waren auch Faulrübe (die Wurzel hat einen widerlichen Geruch), Weißer Enzian, Feuerwurzel, Heilige Rübe, Hundskürbis und Tollrübe.
Der botanische Gattungsname Bryonia entstammt dem griechischen Wort bryein für wachsen und meint damit eine schnell wachsende Schlingpflanze. Der Artname dioica heißt zweihäusig (siehe deutsche Bezeichnung). Der Artname alba - weiß, bei Bryonia alba, verweist auf die Grundfarbe ihrer Blüten.

Geschichtliches:
Da die Wurzel (mit etwas Phantasie) menschenähnlich geformt ist, schnitzte man früher daraus Figuren, die Glück bringen und auch Hexen bannen sollten. Sie wurde auch anstelle der sagenumwobenen Alraunenwurzel verkauft. >> hier können Sie sich eine alte Zeichnung der Wurzel ansehen (etwas weiter unten auf der Seite). Die Zaunrüben fanden schon Erwähnung bei den Ärzten des Altertums, wie bei Galen (131 - 202 n. Chr.) und natürlich in den alten Kräuterbüchern des Mittelalters. Hier ein Zitat von Apotheker Tabernaemontanus (1520 - 1590): “.../ wann man ein Quintlein der Wurzel mit Honigwasser einnehme / so purgiere  sie den Schleim durch den Stuhlgang / welches die Landstreicher wohl wissen / so diese Wurzel viel zum purgieren gebrauchen / also dass auch wol die Därme möchten hernach fahren.”(purgieren = abführen) “Die Wurzel in das Feur gelegt / und wie ein Rüb gebraten / gibt ein Dampff von sich / welchen / so die Schlangen un Kröten riechen / sterben sie gleich davon.”  “ Die Haut und Angesicht darmit gerieben / reiniget sie / benimmt alle Masen / Flecken / macht die Haut glatt / und vertreibet die Runzel: ist auch Nutz wider das roth / dulsch auffzügig Angesicht: vertreibet auch die Wundmasen / und die Anmal oder Mutterzeichen. Mit einem Tüchlein übergelegt / bricht alle Geschwär auf / ist dienstlich wider das hefftig brennende Geschwär des Wurms am Finger.”