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Sie finden alle Texte & Bilder zum Thema Giftpflanzen auch auf der Botanikus-CD

 

 

 

Ackerschachtelhalm
Zinnkraut
Equisetum arvense
Sumpfschachtelhalm
Equisetum palustre

Schachtehalmgewächse


Bestimmungsmerkmale:

Schachtelhalme sind sogenannte Gefäßsporenpflanzen und vermehren sich somit, wie die Farne, über Sporen. Die hellbraunen Sporentriebe bilden sich im Frühjahr (Bild rechts unten). Der Acker-Schachtelhalm sieht ein wenig aus wie ein “Weihnachtsbaum”. Die grünen Triebe der Schachtehalme stecken ineinander. Die Pflanzen gehören mit einem Alter von 400 Millionen Jahren zu den ältesten Pflanzen unserer Erde.

 

,Acker-Schachtelhalm Equisetum arvense

Sumpf-Schachtelhalm Equisetum palustre

Acker-Schachtelhalm

Sumpf-Schachtelhalm

 

Standort und Verbreitung:

Acker-Schachtelhalm wächst an Bahndämmen, Äckern und Wegen. Den Sumpf-Schachtelhalm findet man an Ufer, auf feuchten Wiesen und in Sümpfen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Wirkstoffe sind die Alkaloide Palustrin und Palustridin, außerdem Spuren von Nikotin, Aconitsäure, Kieselsäure, Oxalsäure und das Enzym Thiaminase.
Für den Menschen sind die Pflanzen ungiftig.

Tiergiftig:

Acker-Schachtelhalm weist geringere Giftstoffe auf, wie der Sumpf-Schachtelhalm. Die Giftstoffe bleiben auch nach dem Trocknen erhalten!
Giftig sind die Schachtelhalme für Pferde sowie für Rinder und Kühe. Bei Pferden entsteht durch eine Schachtelhalmvergiftung die sogenannte Taumelkrankheit. Das Enzym Thiaminase zerstört das Vitamin B1, somit kommt es zu Stoffwechselstörungen, die wiederum führen bei den Tieren zu Krämpfen und Lähmungen. Füttert man einem Pferd 2 - 5 Wochen lang im Heu mindestens 20 % Acker-Schachtelhalm, kommt es zu ernsten Vergiftungen. Der selbe Anteil an Sumpf-Schachtelhalm ist nach ca. 1 Monat Fütterungszeit tödlich.
Weitere Vergiftungssymptome bei entsprechend starker Vergiftung sind Magen- Darmentzündungen mit Durchfall, Schreckhaftigkeit, Muskelzittern (auch Zuckungen im Gesicht), Pupillenerweiterung, Störungen im Bewegungsablauf, Taumel bis zu Lähmungen der Hinterläufe und Hinstürzen, Schwäche bis zur völligen Erschöpfung und Tod. Leichte Vergiftung zeigt sich durch Abmagern und Schwäche.
Bei Kühen kommt es im Falle einer Vergiftung zu Minderung der Milchleistung.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Acker-Schachtelhalm, aber auch nur der, wird bei rheumatischen Beschwerden und Gicht sowie als Blasen- und Blutreinigungstee verwendet. Die Pflanze besitzt harntreibende Wirkung und regt den Stoffwechsel an.

Name:

Ein weiterer gebräuchlicher Name für den Acker-Schachtelhalm ist Zinnkraut. Früher verwendetet man die Pflanze zum Reinigen von Zinngeschirr. Der botanische Gattungsname Equisetum kommt vom lateinischen Wort équus für Pferd und séta für Borste. Der Name verweist damit auf die rötlichen Sporentriebe, die an Pferdeschweife erinnern. Der Artname arvensis zeigt den Wuchsort des Acker-Schachtelhalms an, nämliche Äcker und Ackerränder. Palustre, der Artname des Sumpf-Schachtelhalms bedeutet so viel wie “in Sümpfen vorkommend”.

 

 

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