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Standort und Verbreitung: Knoblauch ist eine Kulturpflanze; seine Heimat ist vermutlich Vorder- und Südasien.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Knoblauch enthält schwefelhaltige Verbindungen, unter anderem das Alliin, das sich unter Einwirkung des Ferments Alliinase in Allicin umwandelt. Allicin ist verantwortlich für den Knoblauchgeruch. Bei vernünftigem Gebrauch ist keine Vergiftung zu erwarten, allerdings kann Knoblauch, so wie auch die Küchenzwiebel auf nüchternen Magen genommen, die Magenschleimhäute reizen und Sodbrennen bewirken. Es kann so auch zu Schweißausbrüchen, Übelkeit, Schwindel und Schmerzen kommen. Bei Kindern kam es schon häufiger zu schweren Vergiftungen.
Tiergiftig: Es existiert eine recht weit verbreitete Meinung, dass Knoblauch für Tiere, insbesondere für Pferde, Hunde und Katzen giftig sein soll. Rein theoretisch ist dies auch so, allerdings praktisch nicht zu erwarten, da die toxische Dosis bei einem 25 Kg schweren Hund 50 Knoblauchzehen täglich verteilt über 7 Tage wäre. Für Pferde gilt die Menge von 240 g täglich als giftig. Da kein Mensch einem Tier solche Mengen verfüttern würde, ist Knoblauch also faktisch als ungiftig für Tiere einzustufen. Beim Hund wirkt Knoblauch antibakteriell, er erhöht die Leistungsfähigkeit der Tiere und reinigt das Blut. Weiterhin wirkt er entgiftend, reinigt die Haut, vertreibt Ungeziefer und beugt Alterserscheinungen vor. Für Meerschweinchen und Hamster ist Knoblauch ein ungeeignetes Futter, da er Blähungen verursacht.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: Knoblauch wirkt Gärungsprozessen im Darm entgegen und damit verbundenen Blähungen sowie krampfartigen Schmerzen. Weiterhin wirkt die Pflanze antibakteriell und gefäßerweiternd; die Gefäße der Beine, des Augenhintergrundes und des Gehirn werden erweitert und so besser ernährt. Dies hat zur Folge das sie gewissermaßen am “Altern” gehindert werden. Weiterhin bewirkt Knoblauch Senkung des Cholesterinspiegels, er ist hilft bei Schlafstörungen, Bluthochdruck und allgemeiner Schwäche.
Name: Volkstümliche Namen waren Knofel, Knoflak und Gruserich. Der Botanische Gattungsname Allium ist die lateinische Bezeichnung für des Lauchs.
Geschichtliches: Knoblauch wird seit ca. 5000 Jahren in der Heilkunde verwendet. Die Arbeiter an den Pyramiden wurden unter anderem mit Knoblauch ernährt, damit sie ihre Gesundheit und Leistung erhielten. Auch die Griechen, Römer und Germanen schätzten den Knoblauch als Heilmittel und Gewürz.
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