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Rote Heckenkirsche
Lonicera xylosteum
Geißblattgewächse

Bestimmungsmerkmale:
Die Rote Heckenkirsche ist ein 1 - 2 m hoher Strauch, der gelblich bis weiße, manchmal auch rot überlaufene Blüten trägt. Sie werden 1 - 1,5 cm lang und sitzen zu zweit auf einem blattachselständigem Stiel. Die Blütezeit ist von Mai - Juni. Die Blätter sind weich behaart, haben eine elliptische Form und sind gegenständig. Die Zweige der Roten Heckenkirsche sind hohl. Die roten Beeren stehen, ebenfalls wie die Blüten, paarweise in den Blattachseln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heckenkirsche
Heckenkirsche

 

 

 

 

 

 

Heckenkirsche3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Standort und Verbreitung:
Die Rote Heckenkirsche wächst in Laub- und Laubmischwäldern, an Hecken und an Zäunen. Sie bevorzugt kalkreichen Boden.
Man findet sie in ganz Europa, mit Ausnahme des äußersten Nordens und des Südens.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Giftigkeit der Roten Heckenkirsche kommt wohl von Saponinen, die reichlich in der Pflanze vorhanden sind. Eine stärkere Vergiftung tritt gewöhnlich erst nach dem Verzehr von 30 Beeren auf, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Bei der Aufnahme von 2 Beeren treten gewöhnlich keine Symptome auf (gelegentlich erhöhte Temperatur, Erbrechen); bei Aufnahme von 5 Beeren Fieber bis 39,5 °C, Erbrechen und Brustschmerzen. Eine starke Vergiftung zeigt sich durch starkes Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall, Fieber und durch kalten Schweiß. Die Beeren stellen für Kinder eine gewisse Gefahr dar, sie schmecken allerdings bitter.

Tiergiftig:
Die rote Heckenkirsche ist giftig für Pferde, Hunde & Katzen, Hasen und Kaninchen sowie Meerschweinchen und Hamster, aber auch für Vögel. Kaninchen verendeten nach der Aufnahme von 5 - 7 Beeren mit erhöhter Harnausscheidung, Durchfall und Lähmungserscheinungen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Rote Heckenkirsche gleicht in ihrer Wirkung der des Echten Geißblattes, wird aber medizinisch nicht angewendet.

Name:
Die Rote Heckenkirsche trägt ihren Namen der roten, kirschähnlichen Früchte wegen. Den Namen Lonicera erhielt die Gattung von Carl v. Linne, in Erinnerung an den Arzt Adam Lonitzer (1528 - 1586), der ein bekanntes Kräuterbuch geschrieben hatte. Der Artname xylosteum verweist auf die Verwendung des harten Holzes der Roten Heckenkirsche bei Drechslerarbeiten (xylo = holz).