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Hahnenfuß
Ranunculus spec.
Hahnenfußgewächse

Bestimmungsmerkmale:
Über 60 Hahnenfußarten wachsen in Mitteleuropa.
Zu den giftigen Hahnenfußarten gehören Scharfer Hahnenfuß (R. acris, R. acer), Brennender Hahnenfuß (R. flammula), Knollen-Hahnenfuß (R. bulbosus) und Gift-Hahnenfuß (R. sceleratus).
All diesen Arten gemeinsam sind die goldgelben Blüten mit ihren 5 Blütenblättern.
Der Scharfe Hahnenfuß hat handförmige Grundblätter, die 5 - 7 fach geteilt sind. Sein Stängel ist meist leicht behaart. Die Pflanze wird 30 - 80 cm hoch und blüht von Mai - September.
Der Brennende Hahnenfuß besitzt ungeteilte, lanzettliche Blätter. Sein Stängel ist dick und erreicht eine Höhe von 15 - 50 cm. Er blüht von Juli - Oktober. Der Knollen-Hahnenfuß hat einen, an seiner Unterseite verdickten Stängel und dreizählige, mitunter auch doppelt dreizählige, langgestielte Blätter. Die Kelchblätter (unterhalb der Blüte) sind zurückgeschlagen und liegen am Stängel an. Die Pflanze wird 15 - 30 cm hoch und blüht von Mai - Juli.
Der Gift-Hahnenfuß schließlich hat im Vergleich zu seinen Artgenossen recht kleine, nur etwa 1 cm große Blüten. Die Blätter sind fleischig, wovon die unteren dreiteilig und die oberen ungeteilt sind und eine lanzettliche Form haben. Der Stängel ist hohl und längsfurchig. Die Pflanze ist, entsprechend ihrem Standort, in der Höhe sehr variabel. Sie wird 10 - 100 cm groß. Der Gifthahnenfuß blüht von Mai - September.
Auch im Wasser finden wir Hahenfußarten, so den unter anderem den Wasser-Hahnenfurß (Ranunculus aquatilis) und auch den Spreizenden Hahnenfuß (R. circinatus)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ranunculus_acris
Ranunculus_sceleratus

 

 

Scharfer Hahnenfuß

Gift-Hahnenfuß

 

 

 

 

 

 

Ranunculus_bulbosus
Ranunculus_lingua

 

 

Knollen-Hahnenfuß

Zungen-Hahnenfuß

 

 

 

 

 

 

Ranunculus_flammula
Ranunculus_repens

 

 

Brennender Hahnenfuß

Kriechender Hahnenfuß

 

 

 

 

 

 

Ranunculus_aquatilis

 

 

 

Der Wasser-Hahnenfuß verät schon
mit seinem Namen seinen Wuchsort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Standort und Verbreitung:
Der Scharfe Hahnenfuß wächst auf Wiesen und Weiden, sowie auf feuchten und stickstoffhaltigen Lehmböden. Er bildet auf Weiden Inseln, da er vom Vieh nicht gefressen wird. Wächst Hahnenfuß bestandsführend, ist eine ökologische Weidesanierung notwendig.
Der Brennende Hahnenfuß braucht nasse, teilweise überschwemmte Böden. Er ist daher an Ufern, Seen und Mooren anzutreffen. Sein Vorkommen ist zerstreut. Den Knollenhahnenfuß findet man auf trockenen, kalkhaltigen Wiesen und Lehmböden.
Der seltene Gift-Hahnenfuß wächst an Tümpeln und Teichen, sowie an langsam fließenden Gewässern.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Hahnenfuß enthält als wichtigsten Wirkstoff das Protoanemonin. Dieser Stoff wirkt stark reizend auf Haut und Schleimhäute.
Durch Pflücken von Hahnenfuß und auch durch Liegen auf den Pflanzen, z. B. beim Baden, kann es zur so genannten Wiesendermatitis kommen. Haut, die mit dem Gift in Verbindung kommt rötet sich, brennender Schmerz und Blasen treten auf. Das Gift ist auch in der Lage durch die Haut in den Körper einzudringen. Bei innerer Aufnahme erfolgen Brennen im Mund und im Rachen, Reizungen der Magen- und Darmschleimhäute, Krämpfe und Durchfälle. Als weitere Folge der Vergiftung können auch Nierenentzündung und, in schweren Fällen, auch Störungen des Nervensystems und Lähmungen (Atemlähmung) auftreten.

Tiergiftig:
Hahnenfuß ist giftig für Pferde, Rinder, Kühe und Ziegen, falls die Pflanzen in größeren Mengen auf den Weiden auftreten. Getrocknet verliert das Gift seine Wirkung. Weiterhin ist die Pflanze auch giftig für Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster und für Vögel. Symptome sind Erbrechen (außer bei Pferden, die können das nicht), Durchfall, Störungen des Nervensystems sowie Entzündungen der Mundschleimhäute. Bei Rindern besteht Vergiftungsgefahr, wenn Hahnenfuß in großen Mengen auf den Weiden auftritt. Das Mähen vom Hahnenfuß und auch vom Jakobs-Greiskraut ist der falsche Weg die Pflanzen einzudämmen, denn durch das Mähen treiben sie wieder junge Triebe aus, die für 6 - 7 Wochen noch keine Bitterstoffe, gleichwohl die Giftstoffe enthalten und somit von Pferden und anderen Tieren gefressen werden können.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Homöopathie nutzt man eine Essenz aus dem Knollenhahnenfuß bei Hauterkrankungen, z.B. bei Gürtelrose, bei Brustfellentzündung sowie bei Blasen- und Nesselsucht.

Name:
Die Pflanze trägt auch sehr häufig den Namen Butterblume. Der Name Hahnenfuß entstand durch die Blätter der Pflanze, die Ähnlichkeiten mit den Zehen von Hähnen aufweisen. Der Gattungsname Ranunculus ist die Verkleinerungsform des lateinischen Wortes rana für Frosch, da viele Hahnenfußarten mit Fröschen zusammen an Teichen und Tümpeln vorkommen.
Der lateinische Artname acris des Scharfen Hahnenfußes bedeutet scharf, beißend und bezieht sich auf den scharfen Geschmack dieser Pflanze.
Der Artname des Brennenden Hahnenfußes, flamula heißt wie Feuer brennend und verweist im wissenschaftlichen, wie im deutschen Namen auf den scharfen Saft, den die Pflanze enthält.
Der Knollen-Hahnenfuß trägt den Artnamen bulbosus. Dieser kommt vom lateinischen bulbus für Knolle und nimmt somit darauf Bezug.
Sceleratus, der Artname des Gift-Hahnenfußes, bedeutet übersetzt verbrecherisch, womit er auf die Giftigkeit dieser Art verweist.

Geschichtliches:
Der Knollen-Hahnenfuß und der Gift-Hahnenfuß waren früher anerkannte Heilpflanzen. Man verwendete sie bei Gicht und Rheuma.
Der Scharfe Hahnenfuß wurde zur Behandlung von Warzen benutzt und findet in verschiedenen Kräuterbüchern Erwähnung.
Tabernaemontanus empfiehlt Hahnenfuß außerdem bei der Pest, gegen Hüftschmerzen und Augenleiden. Er schreibt auch über die Bettler die sich mit den Pflanzen Geschwüre zufügen "womit sie die leut betriegen" und "desto mehr Gelt sammeln mögen.”