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Standort und Verbreitung: Der Blauregen hat seinen Ursprung in China und wird bei uns als Zierstrauch angepflanzt.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Die Pflanze enthält ein nicht näher definiertes Glycosid, das Wistarin. Dieser Stoff findet sich vorwiegend in der Rinde. Ferner enthält sie giftige Eiweißverbindungen (Lectine). Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Magenbeschwerden, Durchfall und geweitete Pupillen. Bei Kindern können die ersten Symptome schon nach dem Verzehr von 2 Samen auftreten. Der Gehalt an giftigen Stoffen kann je nach Jahreszeit und Standort der Pflanze sehr unterschiedlich sein.
Tiergiftig: Der Blauregen ist giftig für Pferde, für Nager, also z. B. für Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster giftig sein, ebenso für Vögel. Symptome sind Erbrechen (außer bei Pferden), Durchfall, Magenbeschwerden und Kreislaufprobleme. Bei Kaninchen sind Todesfälle belegt.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: Eine Anwendung des Blauregens in der Heilkunde ist nicht bekannt.
Name: Den Namen Blauregen erhielt die Pflanze ihrer herabhängenden blauen Blüten wegen. Die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung Glyzinie oder auch Glycine entstand dadurch, dass Carl v. Linnes den Blauregen zur Glycinen-Gattung zählte. Diese Bezeichnung hat ihren Ursprung in dem griechischen Wort glykys für süß, da einige Glycinien-Arten süß schmeckende Wurzelknollen haben. Den heute gültigen Namen Wisteria bekam die Gattung in Erinnerung an den Anatomen Caspar Wister (1761-1818) aus Pennsylvania. Der Artname sinensis bedeutet chinesisch und weist auf den Ursprung der Pflanze hin.
Geschichtliches: Blauregen wurde im Jahre 1820 in Europa eingeführt.
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