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Standort und Verbreitung: Der Blasenstrauch stammt aus dem Mittelmeergebiet. Er gedeiht in Wäldern und trockenen Gebüschen in Süddeutschland, Südösterreich und Südeuropa. Die Pflanze wächst vielfach kultiviert in Gärten, in der Natur ist sie selten anzutreffen.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Die Blätter und Schoten des Blasenstrauches enthalten Coluteasäure, in seinen Samen und Blättern findet man einen Bitterstoff. Kinder, die von den Samen essen, sind im Besonderen gefährdet. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen und Durchfall, außerdem kommt es zu Entzündungen von Magen- und Darm.
Tiergiftig: Blasenstrauch ist giftig für Pferde. Die Symptome sind leichte Magen- und Darmbeschwerden und Durchfall.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: Der Blasenstrauch wird heute nicht mehr medizinisch genutzt.
Name: Der Strauch erhielt seinen Namen durch die aufgeblasene Fruchthülse. Weitere Bezeichnungen waren Welsche Sennetblätter und Blasensenne. Colutea kommt aus dem Griechischen und heißt Linsenbaum. Der Artname arborescens bedeutet baumähnlich (lat. arbor - Baum).
Geschichtliches: In der Antike verwendete man den Blasenstrauch als Viehfutter, da die bitteren Blätter von Ziegen und Schafen geschätzt wurden. Adam Lonitzer, der die Pflanze Senet nennt, empfiehlt sie als Abführmittel und er schreibt: "treibt die verbrante Choleram leicht auß / reinigt das Hirn, kräfftigt das Hertz und Leber. ... Senet bringt Freud / und benimt das böse traurige Geblüt vom Herzen ... ist gut wider die Verstopffung der Leber, Miltz und Ohnmächten deß Hertzen." In der Volksheilkunde wurde er als Ersatz für Sennesblätter genommen und fand daher Anwendung als abführendes sowie als harntreibendes Mittel.
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