|
Standort und Verbreitung:
Das Wald-Bingelkraut wächst auf feuchten Waldböden. Es ist in ganz Europa beheimatet, allerdings im Norden selten zu finden.
Das Einjährige Bingelkraut findet man auf Ödland in der Nähe, in Weinbergen und an Äckern
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält Saponine, Methylamin und Trimethylamin. Die höchste Konzentration an Wirkstoff hat das Bingelkraut zur Fruchtreife. Die Saponine haben eine abführende Wirkung.
Eine Vergiftung beim Menschen ist kaum zu erwarten. Die Pollen können Allergien auslösen.
Tiergiftig:
Pferde, Schweine, Rinder und Kühe sind allerdings gefährdet, wenn sie das Kraut fressen. Eine Vergiftung zeigt sich in einer Magen- Darmentzündung, es kann auch zu Schädigungen von Leber
und Niere kommen. Vergiftungssymptome treten erst nach einigen Tagen auf. Diese sind Speichfluß, Unlust zum Fressen, Teilnahmslosigkeit, schiefe Halsstellung. Die Körpertemperatur steigt
zuerst an, um dann wieder abzufallen. Der Harn der Tiere färbt sich rotblau, bei Kühen auch die Milch. Auch ist der Tod nicht ausgeschlossen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Volksmedizin wurde das Kraut teilweise gegen Wassersucht genutzt.
Name:
Bei den alten Römern wurde das Bingelkraut nach dem Gott Merkus benannt, daher rührt auch der botanische Gattungsname Mercurialis.
|