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Standort und Verbreitung: Die Walnuss wächst gewöhnlich angepflanzt in Gärten, ist aber auch verwildert in klimatischen milden Lagen anzutreffen. Sie braucht kalkreichen Lehmboden.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Die Walnuss ist ungiftig, allerdings können magenempfindliche Personen auf die Blätter mit Übelkeit und Erbrechen reagieren (Tee).
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: In der Heilkunde werden die gerbstoffhaltigen Walnussblätter bei Reizungen der Darmschleimhaut und der Magenschleimhaut eingesetzt. Sie eignen sich sehr gut zur Behandlung von Hautkrankheiten, wie Ekzeme und Akne. Die Nüsse sind reich an pflanzlichem Eiweiss, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen (A, B-Komplex, C und E ) sowie an Mineralstoffen (Kalzium, Zink, Eisen). Aus den Nüssen wird Öl gepresst und für Farben verwendet. Im Mittelalter nahm man an, dass die Walnuss Krankheiten des Gehirns heilen könne, ging man doch von der damals gültigen Signaturenlehre davon aus, dass eine Pflanze bzw. deren Teile durch Form und Farbe anzeigt, für welche Krankheiten wir Menschen sie nutzen können. Schaut man sich einen Walnusskern an, so ist dieser einem menschlichen Gehirn doch recht ähnlich. Und so weit hergeholt scheint die Signaturenlehre nicht zu sein, denn Walnüsse sind in der Tat eine ausgezeichnete Gehirn- und Nervennahrung. Sie sind auch in der Lage den Cholesterinspiegel zu senken, sie stärken das Herz und sind ein guter Aufbau nach einer Rekonvaleszenz (Erholung nach Krankheit)
Name: Der Name Walnuss stammt von Welsche Nuss (die Deutschen bezeichneten früher die Gallier als Welschen). Weitere Namen waren Steinnuss und Christnuss. Der botanische Gattungsname Juglans stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie dem “Jupiter geweihte Frucht”. Der Artname regia heisst königlich (königliche Nuss).
Geschichtliches: Der Botanik-Gelehrte Dioscurides (1. Jahrh. n. Chr.) beschreibt die Walnuss in seinen Werken. Der griechische Heilkundige Galen (131 - 202 n. Chr.) nutzte laut Überlieferungen schon die Blätter der Walnuss, während früher nur die Früchte Verwendung fanden. Beim Apotheker Tabernaemontanus (1520 - 1590) lesen wir: “Um St. Johannes Tag stosse man die grüne Nuss und brenne ein Wasser daraus / welches man zum Gebrauch halte. Diß Wasser soll gut seyn zur Zeit der Pestilenz / wann man einen Trunck darvon thut / soll es dem Gifft und der Pestilentzischen Luft Widerstand thun....”
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