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Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Schneeball enthält in den unreifen Beeren, den Blättern und in der Rinde giftig wirkende Glycoside und Viburnin. Die unreifen Beeren stellen für Kinder eine
gewisse Gefahr dar; es ist allerdings nicht mehr als Erbrechen und Durchfall zu erwarten. Im reifen Zustand sind sie ungiftig. Bei der
Aufnahme von Blättern und Rinde kann es zu Entzündungen von Magen und Darm, verbunden mit Durchfällen kommen. Auch blutiger Urin wurde beobachtet. Nach der Aufnahme großer Mengen
können auch Herzrhythmusstörungen und Atemnot eintreten, auch Todesfälle sind bekannt geworden.
Tiergiftig:
Schneeball ist leicht giftig für Pferde. Als Symptome sind leichte Reizungen der Schleimhäute, Durchfall, Magen- Darmkrämpfe und Übelkeit zu erwarten.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Homöopathie verwendet man eine Essenz bei Störungen der Regelblutung.
Name:
Ihren deutschen Namen erhielten die Sträucher nach ihren Blütendolden, die wie Schneebälle aussehen. Weitere Bezeichnungen für den Gemeinen Schneeball waren
Schneeballschlinge, Wasserschneeball, Wasserholder und Hirschholder. Den Wolligen Schneeball nannte man auch Schwindelbeere, Kleiner Mehlbaum und Schießbeerstrauch.
Der Gattungsname der beiden Sträucher, Viburnum, leitet sich wahrscheinlich von lateinischen Wort viere für flechten ab. Schneeballzweige sind recht biegsam und dienten früher als
Flechtwerk. Der Artname opulus stammt aus dem lateinischen und bedeutet, der Blattform dieser Art wegen, Ahorn. Der Artname lantana kommt auch aus
dem lateinischen und steht für wollig.
Geschichtliches:
In der Volksheilkunde nahm man einen Aufguß aus den Blättern des Wolligen Schneeballs als Gurgelwasser sowie bei Erkrankungen von Mund und Rachen.
Die Früchte nutzte man als abführendes Mittel, was allerdings nicht selten zu Vergiftungen geführt hatte
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