|
Standort und Verbreitung: Sanddorn ist ein typischer Dünenbewohner, man findet ihn aber auch an Flüssen und angepflanzt in Gärten und Parkanlagen sowie an Strassen und Autobahnen. Der Strauch ist bei uns aus Nepal eingewandert (Neophyt).
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Sanddorn ist ungiftig.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: Sanddorn zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C aus. Der Gehalt schwankt von 200 - 900 mg je 100 g. Ferner enthalten die Beeren Vitamin A, B-Vitamine und Flavonoide, die man zu den sekundären Pflanzenstoffen zählt und die für den Organismus unbedingt notwendig sind. So haben Forschungen gezeigt, dass Flavonoide die Krebsentstehung verhindern können, sie schützen vor Entzündungen, Herzinfarkt und stimulieren das Immunsystem. Die Sanddornfrüchte werden in der Heilkunde bei Erkältungskrankheiten mit Fieber verwendet, den Saft bekommt man im Reformhaus und in der Apotheke. Man kann auch Mus und Marmelade aus den Früchten bereiten. In der russischen Medizin verwendet man das aus den Samen gepresste Öl bei Hautkrankheiten, Durchliegeschäden und Verbrennungen.
Name: Der Name Sanddorn kommt wohl vom bevorzugten Wuchsort dieses Strauches, es sind oft die Dünengebiete am Meer. Im alten Griechenland verwendete man die Pflanze als Heilmittel für die Augen der Pferde. Daher kommt auch sein wissenschaftlicher Gattungsname Hippophae, hippos heißt Pferd und paos bedeutet Licht. Der botanische Artname rhamnoides heisst kreuzdornähnlich, wobei er sich auf den Strauch Kreuzdorn bezieht. Weitere deutsche Bezeichnungen waren Sandbeere, Dünendorn, Fasanenbeere und Rote Schlehe.
Geschichtliches: Die Heilkraft des Sanddorns wurde vermutlich erst im Laufe des Mittelalters erkannt.
|