|
Standort und Verbreitung: Paprika wächst als Nutzpflanze in Gärten, besser gedeiht er gewöhnlich unter Glas. Seine Heimat ist das tropische Amerika (Mexiko - Peru). Er wächst am liebsten auf stickstoffhaltigem sandigen Lehmboden.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome: Paprika zählt zwar nicht zu den Giftpflanzen, allerdings ist es denkbar, dass die solaninhaltigen Blätter unter Umständen bei Kindern zu leichten Vergiftungserscheinungen führen können. In den Früchten und vor allem in den Samen findet sich der Scharfstoff Capsaicin, der auch für die Würzkraft verantwortlich ist. Im Gemüsepaprika ist er so gut wie nicht mehr vorhanden. Hohe Dosen lähmen die Sekretion des Magens. Überdosierung kann zu Appetitlosigkeit, chronischer Gastritis und Nieren- und Leberschädigung führen. Paprika kann auch eine Nahrungsmittelallergie hervorrufen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung: Gemüse-Paprika enthält enorme Mengen an Vitamin C, der rote, ausgereifte enthält das meiste (weit über 1 Gramm). Er ist somit in der Lage Herz und Kreislauf zu festigen, Herzinfarkt vorzubeugen und Durchblutungsstörungen zumindest zu lindern. Hierbei wirkt aber nicht nur das Vitamin C, sondern auch das Capsaicin positiv auf den Organismus, geringe Dosen Capsaicin fördern die Sekretion im Magen. Paprika wirkt außerdem gut als Verdauungshilfe und bei Rheuma. Auch in der Homöopathie findet er Anwendung.
Name: Mit botanischen Namen heißt Paprika Capsicum annuum. Capsicum stammt vom griechischen Wort kaptein für schnappen, beißen, wegen seines scharfen Geschmacks. Der Artname annuum heißt einjährig.
Geschichtliches: Kolumbus brachte die ersten Pflanzen nach Europa. Anfänglich zog man den Paprika bei uns nur als Zierpflanze. Erst Endes des 17. Jahrhunderts wurde Paprika so langsam als Gemüse verwendet.
|