Sie finden alle Texte & Bilder zum Thema Beeren und Früchte sowie Giftpflanzen auch auf der Botanikus-CD
Echte Mehlbeere Sorbus aria Rosengewächse
Bestimmungsmerkmale:
Die Mehlbeere wächst als hoher Strauch oder als Baum bis zu 15 m hoch. Sie trägt im späten Frühjahr weisse Blüten in doldigen Rispen. Die orangefarbigen bis roten Scheinfrüchte (die
eigentliche Frucht befindet sich im inneren, umgeben vom Fruchtfleisch) reifen im Spätsommer bis Frühherbst heran. Die ovalen, derben Laubblätter sind an ihrer Unterseite grau-bis
weissfilzig, junge Blätter sind an ihrer Oberseite wollig behaart. Die Mehlbeere ist direkt verwandt mit der Eberesche. Weitere
Arten sind die Berg-Mehlbeere (Sorbus mougeotii), die Schwedische oder Skandinavische Mehlbeere (Sorbus intermedia) und die Zwermispel-Eberesche (Sorbus chamae-mespilus). Die Elsbeere
(Sorbus torminalis) hat braune Beeren und im Herbst ein eindrucksvolles rotes Laub.
Echte Mehlbeere Sorbus aria
,
Schwedische Mehlbeere Sorbus intermedia
Standort und Verbreitung:
Die Mehlbeere wird als Zierbaum angepflanzt. Wild findet man sie in Wäldern und Gebüschen, allerdings nicht im Tiefland. Sie liebt locker-steinigen Lehm/Tonboden.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Beeren werden fälschlicherweise oft für giftig gehalten, sie sind allerdings als ungiftig einzustufen, auch wenn die Parasorbinsäure in den Früchten unter Umständen zu Darmreizungen
führen könnte. Ihr Geschmack ist säuerlich-mehlig.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Mehlbeere wird in der Heilkunde nicht verwendet. Man kann die Früchte aber zu Gelees und Saft verarbeiten.
Name:
Der deutsche Name kommt sicherlich von den mehligen Beeren. Der botanische Gattungsname ist Sorbus und die alte lateinische Bezeichnung für Bäume dieser Gattung. Der Artname aria heißt
soviel wie Mehlbeerbaum