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Standort und Verbreitung:
Die Johannisbeeren wachsen vorwiegend als Beerensträucher in Gärten. Die Rote Johannisbeere tritt wild nur vereinzelt an einigen Standorten (Hessisches Bergland, Schwarzwald, Jura,
Mittelgebirge links des Rheins und Alpenvorland) auf. Sie liebt nährstoffreiche Lehmböden. Die Schwarze Johannisbeere findet man bisweilen zerstreut im Tiefland, am Mittelrhein und,
wenn auch selten, im Alpenvorland. Sie bevorzugt humushaltigen Lehmboden.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Johannisbeeren sind durchweg ungiftig.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Johannisbeeren haben alle einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen sowie an Flavonoiden (sekundäre Pflanzensstoffe), die möglicherweise eine tumorhemmende Wirkung zeigen.
Schwarze Johannisbeeren enthalten 130 mg Vitamin C in 100 g, Rote Johannisbeeren etwa 30 mg Vitamnin C auf 100 g. Schwarze Johannisbeerblätter zeigen positive Wirkung bei Rheuma und
Gicht, da sie wassertreibend sind. Schmerzattacken werden nach kurmässigem Einsatz reduziert. Der hohe Vitamin C-Gehalt bietet Schutz vor freien Radikalen. Die Rote Johannisbeere
stärkt ebenfalls das Immunsystem, aktiviert den Zellstoffwechsel, schützt die Schleimhäute und wirkt beruhigend auf die Nerven. Johannisbeeren zählen zu unseren wertvollsten Obstsorten.
Name:
Da die Früchte gewöhnlich am Johannitag (24.Juni) reif sind, tragen die Pflanzen den Namen Johannisbeere. Der gemeinsame Gattungsname Ribes war die arabische Bezeichnung für Pflanzen
dieser Gattung, die Artnamen heißen rubrum für rot und nigrum für schwarz. Die Schwarze Johannisbeere nannte man auch Gichtbeere, Bocksbeere, Alpenbeere und Albeere. Die Rote
Johannisbeere hiess auch Ribisl und Kostbeere.
Geschichtliches:
Die Schwarze Johannisbeere wird seit dem 16. Jahrhundert kultiviert, die Rote Johannisbeere seit Ende des 15. Jahrhunderts. Der Apotheker und Botaniker Tabernaemontanus (1520 - 1590)
beschreibt in seinem Kräuterbuch die Wirkungen der Schwarzen Johannisbeere wie folgt: “Welchem Menschen die Zunge geschwollen wär / der solle sie reiben mit Johannisträubleinsafft / so
fleusst der Speichel und Schleim heraus. Dieser Safft mit Rosenwasser vermischt / und sich damit gegurgelt / ist gut wider das geschwollene Zäpflein. Befestiget die wacklende Zähn / und
stärcket das Zahnfleisch: So man an die Stirn streicht / hilfft es den trieffenden Augen.”
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