Die Eberesche wächst als Strauch oder als kleiner Baum. Sie erreicht eine Höhe von 3 -15 m. Von Mai - Juni erscheinen die weissen doldigen Blütenstände. Die roten Beeren reifen im Herbst
heran. Die länglich-eiförmigen Blätter sind unpaarig gefiedert. Eine direkte Verwandte ist die Mehlbeere.
Standort und Verbreitung:
Man findet die Eberesche auf Kahlschlägen im Wald, an lichten Rändern und in Gebüschen. Sie wird auch in Gärten angepflanzt. Das Verbreitungsgebiet ist fast das gesamte Europa. Die
Eberesche stellt keine großen Ansprüche an den Boden, so genügt ihr nährstoffarmer Lehm-Sandboden. Sie wächst auch auf moorigem Untergrund. Gerne hat sie viel Licht und hohe
Luftfeuchtigkeit.,
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
In den Früchten findet man unter anderem Parasorbinsäure. Bei dem Verzehr größerer Mengen roher Beeren kann es zu Reizungen der Schleimhäute kommen, unter Umständen auch zu Erbrechen und
Durchfall. Da die Beeren herb und bitter schmecken, ist eine Vergiftung aber eigentlich nicht zu erwarten. Im gekochten Zustand (Marmelade) wird der Stoff unwirksam.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Heilkundlich wird die Eberesche direkt nicht genutzt. Allerdings eignet sich ein Mus aus den Beeren bei Appetitlosigkeit und verdorbenem Magen.
Namen:
Da die Beeren gerne von Vögeln gefressen werden, heißt unser Baum auch Vogelbeere. Weitere Bezeichnungen waren Eibschen, Drosselbeeren und Kronawetterbeeren. Der Gattungsname Sorbus ist
der lateinische Name der Pflanze gewesen. Der Artname aucuparia heißt übersetzt “für den Vogelfang nützlich”. Man nutze die Beeren nämlich früher und vielleicht auch heute noch
(hoffentlich nicht) zum Vogelfang.