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Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
In den Bucheckern finden sich Giftstoffe, wie Saponine und Oxalsäure. Die Giftigkeit ist allerdings verschieden stark. Unter Umständen und vermutlich auch nur bei empfindlichen Personen
kann es zu Magen- und Darmbeschwerden, Erbrechen und Durchfall kommen; Lähmungserscheinungen und Krämpfe soll es auch schon gegeben haben. Die Menge von 10 Nüssen gilt als toxisch, bei
Kinder kann die Menge aber durchaus noch darunter liegen. Beim Kochen sollen die Giftstoffe zerstört werden.
Tiergiftig: Anfällig auf das Gift sind vor allem Pferde und Kälber, wenn sie mit Bucheckern oder Ölkuchen (Rest, der beim Pressen von Bucheckern zurückbleibt) gefüttert werden; ebenso
Meerschweinchen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Die Stämme und Zweige unterzog man früher der sogenannten “trockenen Destillation”, dies ist eine Erhitzung unter Luftabschluß. Dadurch gewann man den Buchenteer (Drogenbezeichnung FAGI
PIX). Der Buchenteer fand Anwendung bei verschiedenen Hautkrankheiten sowie bei Gicht und Rheuma; er wurde auch in Salben und Präparaten verarbeitet. Die Hauptwirkstoffe, Guajacol und
Cresole haben stark desinfizierende Eigenschaften. Die Früchte nahm man in Notzeiten als Nahrungsmittel. Sehr geschätzt wird das Holz der Buche als Gebrauchsholz für Sperrholz und
Furniere, aber auch als gutes Brennmaterial.
Name:
Das Wort Buche ist germanischen Ursprungs. Den Namen Rotbuche gab man dem Baum vermutlich wegen seines, im Vergleich zur Hainbuche (Carpinus betulus), rötlich wirkenden Holzes. (Die
Hainbuche zählt nicht zur gleichen Gattung wie die Rotbuche). Alte Bezeichnungen für die Rotbuche waren auch Beik, Bök, Maiböck, Heister und Bäuke. Der Botanische Gattungsname Fagus
war die lateinische Bezeichnung für diesen Baum. Der Artname sylvestris verweist auf den Wuchsort des Baumes, nämlich auf den Wald.
Geschichtliches:
Auch die Heilkundigen des Mittelalters kannten natürlich die Rotbuche. So schreibt der Apotheker Tabernaemontanus (1520 - 1590) in seinem Kräuterbuch unter anderem:”So man frische Blätter
kauet / helffen sie wohl wider den Leffzen und des Zahnfleischs hitzige Geschwulst und Geschwär. Gestossen und aufgetrichen / stärcken sie die schlaffen Glieder. ... Es wird dieser Baum
mehr zum bauen und zum bernnen dann zur Arzney gebraucht / dann im Wasser bleibt sein Holz unverzehrt / und wird vester davon / Also machen die Baursleut aus den Rinden mancherley Gefäß
und Körbe. Aus den faulen Bäumen brennet man Weidaschen zum färbe.)
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