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Standort und Verbreitung:
Aronstab wächst in feuchten Laub- und Laubmischwäldern auf lockerem und nährstoffreichem Humusboden. Sein Verbreitungsgebiet ist Mittel- und Südeuropa.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die gesamte Pflanze ist giftig und enthält in großen Mengen Caliumoxalat und den Scharfstoff Aroin. Bei Kindern führen die rotem, süß schmeckenden Beeren
immer wieder zu Vergiftungen, selbst beim Berühren der Pflanze kann es zu Hautrötung und Entzündungen kommen. Eine Vergiftung bei innerer Aufnahme zeigt sich durch Entzündungen der
Mundschleimhäute und Anschwellen der Lippen, auf der Zunge und im Rachen kommt es zu schmerzhaftem Brennen. Weiterhin können sich unregelmäßiger Herzschlag, Krämpfe und innere Blutungen einstellen.
Tiergiftig:
Aronstab ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Schweine, Hund und Katze sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, etc. sowie für
Vögel. Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen. Auch kann es zu Leber- und Nierenschäden kommen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
In der Allopathie findet der Aronstab Anwendung bei Gastritis und Brustleiden, in der Homöopathie wird eine chinesisch Aronstabart unter anderem bei Schnupfen und
Heiserkeit eingesetzt.
Name:
Die Pflanze hieß auch Zehrwurz, Eselsohr, Magenwurz und auch Pfaffenspint. Schon die alten Griechen nannten das Gewächs Aron, woraus der Gattungsname Arum
entstanden ist. Die Bezeichnung Aronstab verweist übrigens auf den Blütenkolben. Er nimm damit Bezug auf das Alte Testament, Zitat (2. Mose 7, 10): Und Aaron warf seinen Stab vor den Pharao und vor seine Knechte hin, und er ward zur Schlange.
Der Lateinische Gattungsname maculatum bedeutet gefleckt, womit er sich auf die Laubblätter bezieht.
Geschichtliches:
Dioscurides beschrieb schon den Aron und Hippokrates verordnete ihn bei Katarrhen der Luftwege. Hieronymus Bock empfiehlt die Pflanze bei Lungen- und
Brustleiden, Magenbeschwerden, Frauenkrankheiten, als Wundheilmittel und bei Ohrenschmerzen. Über ihre Wirkung auf Schlangen schreibt er: "So man mit diser wurzel reuchert /
vertreibet sie Schlangen und allerley unziffer / und so sie mit dem rauch obereilt werden / fallen sie umb als weren sie todt."
Man wendete die Pflanze früher auch bei Lungentuberkulose (Schwindsucht) an. Tabernaemontanus bemerkt zum Aronstab: "Wann die Pestilenz regieret / soll man Aron fleissig in der
Speiß gebrauchen / dann sie widerstehet dem Gifft sehr." Im Volksglauben sollte der Aronstab in die Wiege der Kinder gelegt, diese vor Unholden schützen.
Der Aronstab ist geschützt
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